Höhentrainingslager Livigno & Kriterium Bischofshofen
10. August 2010 / 10:59So schnell können drei Wochen vergehen… Am 17. Juli bezogen Berni und ich unser Appartement in Livigno, um dort ein dreiwöchiges Höhentrainingslager zu absolvieren. Schon bei unserer ersten kleinen Ausfahrt durch Livigno waren wir von dem Ort und den vielen Menschen, die sich in der Fußgängerzone tummelten, sehr überrascht. Wir waren nämlich mehr auf ein verschlafenes Bergdorf eingestellt. Als wir die zahlreichen Duty Free Shops, Parfümerien und Sportgeschäfte sahen, war uns aber schnell klar, dass das Shoppen hier nicht zu kurz kommen würde ;-). Und wie sah‘s mit dem Training aus? Dazu kann ich nur sagen, Berge, Berge und nochmal Berge. Passo di Bernina, Passo di Foscagno, Albula, Stilfser Joch, Julier Pass, um nur einige zu nennen. Unter 1300 Höhenmeter kamen wir bei einer normalen Trainingsausfahrt nie nach Hause, alles zwischen 2000 und 3000 war dann nach ein paar Tagen schon normal. In der ersten Woche hatten wir riesen Glück mit dem Wetter. 30 Grad, strahlend blauer Himmel und jede Menge Sonnenschein ließen uns kaum glauben, dass wir uns eigentlich im Hochgebirge befanden. Unsere sozialen Kontakte kamen in den drei Wochen auch nicht zu kurz. In der ersten und letzten Woche quartierte sich Tobias Jenny vom Team Mooserwirt Ridley Bikes St. Anton am Arlberg bei uns ein, und so hatten wir auch während der vielen Trainingsstunden eine nette Begleitung. Andi Traxl, eine gute Freundin von Berni, netter Besuch aus der Schweiz oder meine Eltern sorgten mit ihren Kurzbesuchen für Abwechslung.
In der 2. Woche mussten wir einen kurzen Ausflug in tiefere Höhenlagen machen. Wir starteten nämlich beim Kriterium in Bischofshofen. Unsere Vorbereitung am Vortag mit dem Passo di Foscagno, dem Stilfser Joch und dem Ofenpass war für das Rennen nicht gerade die beste, aber das Training in der Höhe hatte eindeutig Priorität. Beim Rennen starteten wir gemeinsam mit den U17. Es wurde vom Start weg ein sehr hohes Tempo gefahren und das Feld zerteilte sich schnell. Ich hatte keine allzu großen Schwierigkeiten in der ersten Gruppe zu bleiben, aber meine Spritzigkeit ließ doch etwas zu wünschen übrig. Amber Rais von unserem Team konnte sich im Laufe des Rennens absetzten und das Rennen für sich entscheiden. Ich selbst wurde im Sprint dann 4te, was in Anbetracht der Vorbereitung ein passables Ergebnis war. Am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder hinauf nach Livigno. Mit den sommerlichen Temperaturen war es da dann zwar leider vorbei, aber wir konnten unser Training trotzdem noch mehr oder weniger planmäßig durchziehen. Am Freitag haben wir dann ein bisschen wehmütig unsere Zelte in Livigno auch schon wieder abgebrochen. Wir hatten eine super Zeit dort oben und ich bin jetzt richtig motiviert für die restliche Saison!
Mein nächstes Rennen wird am 22. August das Cuprennen in St. Johann sein, bevor es dann vom 24. bis zum 28. August zur Trophée d’Or nach Frankreich geht.
Tour de Feminin
17. Juli 2010 / 11:28Von Donnerstag bis Sonntag startete ich gemeinsam mit Berni Schober, Lisi Reiner, Tina Perchtold, Silke Schrattenegger und Chrissi Kollmann mit dem österr. Nationalteam bei der Tour de Feminin in Tschechien. Nachdem wir uns schnell an die tschechischen Wohnverhältnisse (6er-Zimmer und WC und Dusche am Gang) gewöhnt hatten, ging es am Donnerstag auch schon mit der ersten Etappe los. 170 Starterinnen, Temperaturen von über 30 Grad und das hügelige Profil machten die Rennen sehr anspruchsvoll. Am ersten Tag fühlte ich mich nicht so wirklich gut und ich kam über den letzten Anstieg 3 Kilometer vor dem Ziel nicht mit der ersten Gruppe mit und wurde 30. In den darauffolgenden Tagen fühlte ich mich zwar immer besser, nur leider kam es zum Schluss fast immer zu einem Sprint mit über 70 Fahrerinnen, was ja nicht gerade zu meinen Stärken zählt, und so schaffte ich auch keine wirklich gute Etappenplatzierung. Im Gegensatz zu mir kann sich unsere Nachwuchshoffnung Tina in solchen Situationen besser behaupten, sie wurde einmal 3. und einmal 7.! Bei der letzten Etappe war dann wieder der gleiche Anstieg kurz vor dem Ziel, wie am ersten Tag. Diesmal schaffte ich es aber mit der ersten Gruppe über den Anstieg und ins Ziel. Also doch noch ein positiver Abschluss der Rundfahrt J! Gesamt wurde ich 29.
Diese Woche bin ich jetzt einmal etwas lockerer angegangen, denn die nächste Herausforderung ist schon geplant. Berni und ich starten am Samstag zu einem 3-wöchigen Höhentrainingslager in Livigno.
Vizestaatsmeistertitel
29. Juni 2010 / 9:51Am Sonntag war es endlich soweit, die österr. Straßen-Staatsmeisterschaften standen auf dem Programm. Bis auf Christiane Soeder waren alle Favoritinnen in Großraming am Start und der schwere Kurs versprach ein sehr spannendes Rennen. Unsere Taktik war es jemanden von unserem Team in eine Spitzengruppe zu bringen. Da ich mit zu den Favoritinnen zählte und die restlichen Fahrerinnen mich sicher nicht aus den Augen lassen würden, sollten Berni, Tina, Barbara und Karin versuchen in eine Ausreißergruppe zu kommen. In der ersten von 3 Runden konnte sich Berni mit einer Fahrerin vom Team Elk Haus NÖ und einer Fahrerin vom Ricoh Ladies Team absetzen. Der Vorsprung wuchs auf knapp 4 Minuten an und es sah eigentlich recht vielversprechend aus. Irgendwann wurde im Hauptfeld dann aber doch Tempo gemacht und der Vorsprung wurde kontinuierlich kleiner, bis wir am Beginn der dritten Runde die Ausreißer wieder eingeholt haben. Als nächstes attackierte Tina und schaffte es ebenfalls sich gemeinsam mit Lisi Reiner von Elk Haus NÖ abzusetzen. Aber auch diese Ausreißergruppe wurde wieder eingeholt und so kam es, dass wir zu sechst in den letzten Kilometer bergauf ins Ziel fuhren. Andrea attackierte gleich auf den ersten paar Metern des Anstieges. Ich konnte ihr in diesem Moment nicht folgen und ein kleines Loch ging auf. Bei der 500 Meter Marke sah ich, dass mein Abstand zu Andrea wieder kleiner wurde und ich gab nochmal alles, um das Loch vielleicht doch noch zu schließen. Im Ziel fehlten mir dann aber 2 Sekunden auf die Goldmedaille. Andrea war an diesem Tag einfach stärker und hat verdient gewonnen. Ich bin mit meinem zweiten Platz mehr als zufrieden. Die Form stimmt und ich freue mich schon auf meinen nächsten Einsatz mit dem Nationalteam bei der 4-tägigen Tour de Feminine in Tschechien.
Giro del Trentino
25. Juni 2010 / 8:55Von Freitag bis Sonntag startete ich gemeinsam mit Berni, Lisi und Amber beim Giro del Trentino. Die erste Etappe führte von Trento hinauf auf den Mendelpass und auf der anderen Seite wieder hinunter nach Eppan. Emma Pooley vom Cervelo Test Team konnte sich auf dem Anstieg zum Mendelpass absetzen und einen beachtlichen Vorsprung von fast 3 Minuten ins Ziel bringen. Das Hauptfeld dezimierte sich bis zur Bergwertung auf rund 30 Fahrerinnen. Ich fühlte mich sehr gut und merkte, dass das viele Bergtraining der letzten Woche bereits seine Wirkung zeigte. Mir persönlich wäre zwar eine Bergankunft am Mendelpass am liebsten gewesen, aber das Ziel war nunmal erst in Eppan und so hatten wir nach der Bergwertung eine 20 Kilometer lange Abfahrt vor uns. In Eppan angekommen erwischte ich die Zieleinfahrt nicht gerade optimal und so wurde es ein 24. Platz. Auf der 2. Etappe fuhren wir von Riva del Garda nach Monzambano. Die Flachetappe endete wie erwartet im Sprint. Der kurze Anstieg auf dem letzten Kilometer kam mir sehr entgegen und ich wurde 16. Nach den beiden Etappen befand ich mich im Gesamtklassement auf dem 15. Rang und war richtig motiviert für die 3. Etappe. Diese Etappe war vorallem von zwei Dingen geprägt - Regen und für diese Gegend und diese Zeit unübliche Kälte. Schon nach wenigen Kilometern merkte ich, dass meine Beine heute nicht gerade die besten waren. Im Anstieg hinauf zur ersten Bergwertung konnte ich irgendwann dem hohen Tempo nicht mehr folgen und musste reißen lassen. Unsere Gruppe wollte danach einfach nicht mehr richtig rollen und so war bald klar, dass wir die erste Gruppe nicht mehr einholen würden. Ich wurde bei dieser Etappe 35. und beendete die Rundfahrt auf dem 27. Platz. Mit einem besseren Tag auf der letzten Etappe wäre da sicher mehr drinnen gewesen, aber zumindest mit den ersten 2 Etappen war ich sehr zufrieden.
Diesen Sonntag steht mit der Staatsmeisterschaft in Großraming einer meiner Saisonhöhepunkte auf dem Programm. Der sehr selektive Kurs und das starke Starterfeld werden das Rennen sicher sehr spannend machen.
Fotos by Ambrogio Rizzi
Langenlois
7. Juni 2010 / 9:46Am Wochenende startete ich gemeinsam mit Berni, Tina, Amber und Karin bei den Langenloiser Radtagen. Am Freitag gings los mit einem 8 km „Bergrennen“, bei dem aber nur der letzte Kilometer wirklich bergauf ging. Chrissi Soeder war auch am Start und so versuchte ich so lange wie möglich an ihrem Hinterrad zu bleiben. Ca. 300 m vor dem Ziel musste ich dann aber reißen lassen und wurde kurz vor dem Ziel auch noch von Jacqueline Hahn und Martina Ritter überholt. So wurde es ein 4. Platz und mir wurde mal wieder klar, dass es doch deutlich an meiner Spritzigkeit fehlt.
Am Samstag stand dann ein 17 km langes Zeitfahren auf dem Programm, bei dem die Siegerin eigentlich schon vor dem Start feststand. Obwohl Einzelzeitfahren nicht gerade zu meiner Lieblingsdisziplin zählt, lief es bei diesem Rennen überraschend gut und es machte teilweise sogar richtig Spaß mein neues Kuota Kueen-K wiedermal zu testen. Ich wurde 4. mit 15 Sekunden Rückstand auf den 3. Platz. Besonders erfreulich war, dass Amber bei dem Zeitfahren hinter Chrissi den 2. Platz belegte und damit auch im Gesamtklassement auf den 2. Platz vorrückte. Einziger Kritikpunkt bei diesem Rennen waren die vielen Autos, die uns auf der Strecke entgegen kamen bzw. von denen wir überholt wurden und die teilweise für ziemlich gefährliche Situationen gesorgt haben.
Am Sonntag fuhren wir dann noch 3 Runden auf einem sehr anspruchsvollen Rundkurs. Unser Hauptziel war es den 2. Platz von Amber in der Gesamtwertung zu verteidigen. In der 2. Runde attackierte Chrissi auf dem ca. 2 Kilometer langen Anstieg hinauf zum Ziel und niemand konnte ihr folgen. Also konzentrierten wir uns ganz auf Jacqueline Hahn, die Amber in der Gesamtwertung noch gefährlich werden hätte können. Amber schaffte es allerdings bei Jacqueline zu bleiben und so war der 2. Platz gesichert. Ich selbst hatte bei dem Rennen vor allem gegen Ende hin ziemliche Probleme mit den für heuer ungewohnt hohen Temperaturen und bekam auf dem Flachstück vor dem Schlussanstieg einen Krampf im Oberschenkel. Bis zum Anstieg hatte ich den Krampf zwar wieder halbwegs unter Kontrolle, aber richtig antreten konnte ich leider nicht mehr. Ich wurde an diesem Tag 5. und belegte in der Gesamtwertung den 4. Platz.
Obwohl es aus renntechnischer Sicht für mich nicht ganz so ein erfolgreiches Wochenende gewesen ist, war es eine super Veranstaltung, mit traumhaftem Wetter und guter Stimmung im Team.
Nächstes Wochenende ist jetzt einmal Rennpause, die ich für viele Grundlagenkilometer bei uns in den Bergen nutzen werde, bevor es dann nächste Woche von Freitag bis Sonntag nach Italien zum Giro del Trentino geht.
ÖM Kriterium & Rundstreckenrennen in Ried
1. Juni 2010 / 9:56Am Samstag standen die österr. Kriterium Meisterschaften in Marchtrenk am Programm, was für uns 40 Runden und 10 Sprints um die entscheidenden Punkte bedeutete. Unser Team war an diesem Wochenende leider ein bisschen geschrumpft und so standen nur Michi Matzbacher, Tina Perchtold und ich am Start. Von Beginn an war klar, dass wir kein leichtes Rennen gegen die zahlenmäßig deutlich überlegenen Mädels vom Richo Ladies Team haben werden. Tina, als Sprinterin, konzentrierte sich ganz auf die Wertungen und so hieß es für mich Attacken mitzugehen bzw. selbst mein Glück zu versuchen wegzukommen. Dieses Glück fehlte bei diesem Rennen aber leider ein bisschen und so blieb mir nichts anderes übrig, als auch zu versuchen bei den einzelnen Wertungen ein paar Punkte zu sammeln. Tina fuhr ein super Rennen und sicherte sich hinter Jaqueline Hahn den Titel als Vizemeisterin. Ich selbst wurde 4., was in Anbetracht meiner Sprinterqualitäten ein passables Ergebnis ist.
Am Sonntag ging es dann gleich weiter mit einem Rundstreckenrennen in Ried, bei dem auch Sarah Düster vom Cervelo Testteam am Start war. Wir, Kuota Speed Kueens, bekamen Verstärkung von Amber Rais und so gingen wir sehr optimistisch ins Rennen. Sarah attackierte in der 2. von 28 Runden und Amber und Tina waren sofort an ihrem Hinterrad. Die drei konnten sich absetzen und hatten keine Schwierigkeiten den Vorsprung immer weiter auszubauen. Nachdem im Hauptfeld der Versuch der Richo Mädels, das Loch zuzufahren, scheiterte, ging es bald in einem gemütlichen Tempo weiter. Auf dem 1,8 km langen Rundkurs wurden wir von der Spitzengruppe dann auch bald überrundet. Ein plötzlich einsetzendes Gewitter, bei dem es sogar leicht hagelte, führte dazu, dass unser Rennen um 5 Runden verkürzt wurde. Im Zielsprint musste sich Tina in einem Photofinish knapp gegen Sarah geschlagen geben. Amber wurde 3. und ich selbst 6. Ich denke, wir können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein!
Kommendes Wochenende geht’s für uns weiter mit den 3 Radsporttagen in Langenlois.
Cuprennen - Palten/Liesingtal Jugendtour
25. Mai 2010 / 17:36Im Rahmen der Palten/Liesingtal Jugendtour startete ich am Samstag bei dem 53 km langen Cuprennen. Das Rennen wurde von einem schweren Sturz von Karin Ruso überschattet, die ein Hinweisschild auf einer Verkehrsinsel übersehen hat und frontal in das Schild gefahren ist. Gute Besserung an dieser Stelle!!!
Das Rennen selbst lief für unser Team nicht ganz nach Plan. Nachdem ich von unserem Teamchef den Auftrag bekommen habe nicht vom Hinterrad von Jacqueline Hahn zu weichen, „entwischten“ uns zwei Fahrerinnen und die Plätze eins und zwei waren dadurch bereits vergeben. Den Sprint zum Schluss fuhr ich für meine Teamkollegin Tina Perchtold, die diesen aber knapp gegen Jacqueline verloren hat. So wurde es für mich ein fünfter Platz.
Weiter geht’s am kommenden Wochenende mit der österr. Kriterium-Meisterschaft und einem Rundstreckenrennen in Ried.
14. Platz beim Chongming Island Weltcup-Rennen
12. Mai 2010 / 19:33Strömender Regen erwartete uns am Sonntag zum 140 km langen Weltcuprennen auf der Chongming Island. Die vorangegangen Rennen bei der Rundfahrt endeten alle im Sprint und so war die Wahrscheinlichkeit, dass es beim Weltcup ebenfalls so sein wird, doch sehr hoch. Ein Ausreißversuch von Sarah Düster und Judith Arndt wurde wenige Kilometer vor dem Ziel gestellt und so kams wies kommen musste zum Massensprint… einziger Unterschied, diesmal schaffte ich es auf den letzten paar Kilometern im Feld weit nach vorne zu kommen und auch dort zu bleiben. So wurde es ein 14. Platz, mein bisher bestes Ergebnis bei einem Weltcuprennen!
Da unser Rückflug erst am Montag kurz vor Mitternacht ging, fuhren wir am Sonntag nach dem Rennen nach Shanghai, übernachtetet dort und konnten so den ganzen Montag zum Sightseeing nutzen. Alle Eindrücke und Erlebnisse dieser Tour hier zu beschreiben würde den Rahmen mehr als sprengen, aber so viel sei gesagt, Shanghai war in jeder Hinsicht eine Reise wert ☺
Tour of Chongming Island (China)
12. Mai 2010 / 19:19Berni, Lisi, Barbara, Pelin, Silke und ich starteten am Montag zusammen mit unseren Betreuern Klaus, Flippi und Laszlo unser China-Abenteuer. Nach der langen Reise hatten wir nicht viel Zeit uns auszuruhen und uns an die Zeitumstellung zu gewöhnen, denn bereits am Mittwoch ging’s mit der ersten von drei Etappen los. Die Rennen fanden auf der Chongming Island, einer kleinen Insel ca. 1h30 min von Shanghai entfernt, statt. Die Insel ist komplett flach und so war es auch kein Wunder, dass alle drei Etappen im Sprint entschieden wurden. Ina Yoko Teutenberg (Columbia) und Kirsten Wild (Cervelo) machten sich den Sieg unter sich aus. Ich betrachtete die Rennen hauptsächlich als Training und als Vorbereitung für das Weltcuprennen. Gewonnen hat die Rundfahrt Ina Yoko Teutenberg, vor Kirsten Wild und Rochelle Gilmore. Ich belegte den 48. Platz.
Ein paar Eindrücke von der perfekt organisierten Rundfahrt und dem ganzen Drum-Herum seht ihr unten…
Gracia - Orlova
12. Mai 2010 / 19:17Von 29. April bis 2. Mai startete ich gemeinsam mit Berni Schober, Lisi Reiner, Tina Perchtold, Chrissi Kollmann und Sarah Rijkes mit dem österr. Nationalteam bei der 4-tägigen Rundfahrt „Gracia – Orlova“ in Tschechien.
Auf der ersten Etappe blieb das Feld mehr oder weniger geschlossen und die Entscheidung um den Sieg fiel auf dem letzten Kilometer bergauf nach Stamberg. Ich war zu diesem Zeitpunkt leider ein bisschen zu weit hinten im Feld und konnte auf den letzten paar Metern nicht mehr allzu viele Plätze gut machen und so wurde es ein 34. Platz.
Deutlich besser lief es dann bei der bergigen 2. Etappe. Am ersten langen Berg wurde das Feld ziemlich zerteilt und es konnte sich eine 7-köpfige Spitzengruppe absetzten, die bis ins Ziel nicht mehr eingeholt wurde. Ich kam mit der 2. Gruppe über die Bergwertung. Im darauffolgenden Rennverlauf schlossen immer mehr Fahrerinnen von hinten wieder zu uns auf und so fuhr eine Gruppe von ca. 30 Fahrerinnen in den einen Kilometer langen und sehr steilen Schlussanstieg. Mir ging es zu diesem Zeitpunkt sehr gut und ich konnte mich hinauf zum Ziel nochmal so richtig verausgaben. Ich belegte bei dieser Etappe den 10. Platz und war damit sehr zufrieden!
Am darauffolgenden Tag startete ich in der Früh dann noch beim Einzelzeitfahren und musste mal wieder feststellen, dass meine Zeitfahrqualitäten wohl noch sehr ausbaufähig sind… nach dem Zeitfahren war die Rundfahrt für mich aber zu Ende, da es am Montag dann gleich weiter nach Shanghai gegangen ist und ich die lange Reise halbwegs ausgeruht in Angriff nehmen wollte.
Kirschblütenrennen
22. April 2010 / 14:06Am Sonntag starteten wir auch in Österreich in die neue Saison. Das traditionelle Kirschblütenrennen in Wels wurde zum ersten Mal auch für uns Frauen als Cuprennen ausgetragen. Wir starteten gemeinsam mit den U 17 und fuhren 2 Runden auf dem traditionellen Rundkurs. Auf der Scharte löste sich eine 15-köpfige Spitzengruppe der U 17 Fahrer, die ich leider ein bisschen verpasste. Ich befand mich dann mit Tina Perchtold in der Verfolgergruppe, und gemeinsam mit den U 17 Fahrern versuchten wir die erste Gruppe wieder einzuholen. Irgendwann war dann aber klar, dass der Vorsprung zu groß war und so fuhren wir ein zügiges Tempo weiter, um die Gruppe hinter uns nicht zu nahe an uns heranzulassen. Tina gewann dann den Zielsprint und ich wurde 2. Das erste Cuprennen endete für unser Team also sehr erfolgreich ☺!
Hier sind noch ein paar wirklich super Fotos von unserem 4er-Mannschaftszeitfahren auf dem Pannoniaring, bei dem wir vorletztes Wochenende gestartet sind.
photos by Erwin Haiden
Weltcup Ronde van Vlaanderen
02. April 2010 / 20:34Die Ronde van Vlaanderen ist wohl eins der Highlights im internationalen Frauenrennkalender. Die zahlreichen Kopfsteinpflasterpassagen und die 9 berühmt berüchtigten Anstiege, allem voran die Muur – Kappelmuur in Geraardsbergen und der Bosberg machen dieses Rennen zu etwas ganz Besonderem. Leider lief es heuer nicht ganz so optimal für mich. Durch eine Erkältung ein bisschen angeschlagen, waren meine Beine nach knapp über der Hälfte des Rennens leer und ich verlor in einem Anstieg und der darauffolgenden Kopfsteinpflasterpassage den Anschluss an das Hauptfeld. Einmal abgerissen befand ich mich in einer kleinen Gruppe und es war bald klar, dass das Rennen für uns gelaufen war. Trotzdem fuhren wir weiter und bekamen so doch noch was von der einmaligen Atmosphäre hinauf auf die Kappelmuur und den Bosberg mit. Obwohl ich mit meiner Leistung alles andere als zufrieden war, haben mich die vielen radsportbegeisterten Fans auf den letzten beiden Anstiegen extrem motiviert und ich freue mich jetzt schon wieder auf die Ronde van Vlaanderen 2011. Nach den beiden Weltcups geht es nächstes Wochenende weiter nach Ungarn auf den Pannoniaring zur Route 666. Das 4er-Mannschaftszeitfahren wird sicher eine ganz neue Herausforderung für uns Kuota Speed Kueens.
photos by Freddy Vlassenroot
Weltcup Trofeo Alfredo Binda
02. April 2010 / 14:32Am Sonntag war es endlich soweit, das erste Rennen der heurigen Saison stand am Programm. Bei sommerlichen Temperaturen nahmen 150 Starterinnen das Rennen rund um Cittiglio am Lago die Varese in Angriff. Als kleine Änderung zum letzten Jahr baute der Veranstalter nach ca. 20 km zwei kleine Runden in Luino mit einem ziemlich anspruchsvollen Anstieg ein. Es war zu erwarten, dass es bereits auf diesen zwei kleinen Runden ziemlich zur Sache gehen würde und dass das Feld sich auf den schmalen und kurvigen Straßen weit auseinander ziehen würde. Ich schaffte es mich recht weit vorne im Feld aufzuhalten und kam so ohne größere Schwierigkeiten über die zwei Anstiege. Es blieb eine Gruppe von ca. 70 Fahrerinnen übrig, aus der sich am längeren Berg hinauf zur Bergwertung eine 20-köpfige Spitzengruppe löste. Ich fühlte mich eigentlich ganz gut, allerdings reichte meine Form noch nicht aus, um wirklich mit den Favoritinnen mithalten zu können, und so kam ich mit der 2. Gruppe über die Bergwertung. Im weiteren Rennverlauf schlossen immer mehr Fahrerinnen von hinten zu uns auf. Da so gut wie alle Favoritinnen in der ersten Gruppe waren, hatten wir kaum noch Chancen diese wieder einzuholen und ich belegte im Zielsprint unserer Gruppe den 47. Platz. Ich bin mit meinem heurigen Rennauftakt eigentlich recht zufrieden. Ich habe die letzten paar Wochen sehr gut trainiert und was jetzt noch fehlt sind ein paar harte Rennkilometer. Die nächste Möglichkeit, diese zu sammeln, habe ich am Wochenende bei der Ronde van Vlaanderen. Der legendäre Klassiker stellt mit seinen vielen Kopfsteinpflasterpassagen und den vielen kurzen aber giftigen Anstiegen wie z.B. der Muur-Kappelmuur oder dem Bosberg eine besondere Herausforderung dar.
Pressekonferenz der Kuota Speed Kueens
26. März 2010 / 09:47Vergangenen Donnerstag fand die 1. Pressekonferenz der Kuota Speed Kueens im Kuota Austria Center in Graz statt.
Das Medieninteresse war riesengroß und neben den neuen Fahrerinnen wurden auch unser Material und die neuen Dressen präsentiert. Vor allem die komplett neu designten Trikots werden wohl auch in Zukunft noch viele Blicke auf uns ziehen ☺. Unser ‚Arbeitsgerät‘ ist auch, wie schon die letzten Jahre, das Kuota Kebel ausgestattet mit Sram, das sich in den letzten Jahren schon mehr als bewährt hat.
Ich freue mich riesig über das sehr professionelle Umfeld, das uns mit dem Einstieg von Kuota als Hauptsponsor geboten wird, und bin top motiviert für die ersten Rennen, die ja jetzt nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Ein paar Eindrücke von der Pressekonferenz seht ihr unten…viel Spaß ☺
photos by Erwin Haiden
Saint Tropez
25. März 2010 / 18:32Nachdem der Winter sich in den letzten 2 Wochen doch etwas hartnäckiger gehalten hatte als gedacht, nutzte ich die Möglichkeit gemeinsam mit Andi Traxl und Markus Hechenblaikner für 9 Tage nach Saint Tropez zu fahren.
Wir durften uns dort im Ferienhaus von Paul Kumpen, dem Chef von Ridley Bikes, einquartieren und staunten nicht schlecht, als sich das Ferienhaus als kleine Villa in einem für diese Zeit perfekten Trainingsgebiet entpuppte. Jede Menge Anstiege so um die 500 Höhenmeter, schmale, unbefahrene Straßen im Hinterland, 15 – 20 Grad und Sonne, Sonne, Sonne ließen eigentlich keine Wünsche offen. Die 4 – 5-stündigen Trainingsausfahrten vergingen wie im Flug und ich holte mir in den Bergen den nötigen Feinschliff für die bald beginnenden Rennen. Die Zeit, die wir nicht auf dem Rad saßen, verbrachten wir mit Einkaufen im riiiiiesigen Geant Casino, Kochen (Crevetten, Lasagne, griechischer Salat, Kaiserschmarrn…), viel, viel Essen und mehr oder weniger regelmäßigen Stabiübungen ;-)….
Um ein super Trainingslager perfekt abzuschließen und uns das letzte Bisschen benötigter Motivation für die kommenden Rennen zu holen, machten wir auf dem Rückweg einen kleinen Abstecher nach San Remo. An der Cipressa schauten wir den Profis zu, die sich auf dem vorletzten Anstieg von Mailand - San Remo nichts schenkten und uns selbst richtig in Rennstimmung versetzten.
Jetzt werde ich ein paar Tage etwas ruhiger angehen, bevor am Donnerstag die Pressekonferenz der Kuota Speed Kueens in Graz am Programm steht und es dann am Wochenende endlich zum ersten Rennen nach Italien geht.
Trainingslager Mallorca
09. März 2010 / 14:15Von 7. bis 28. Feber verbrachte ich drei super feine Wochen auf Mallorca. Obwohl das Wetter zwar nicht immer ganz so frühlingshaft war wie erhofft, konnte ich gemeinsam mit meinen Teamkolleginnen Berni, Lisi, Pelin und Barbara mein Training perfekt durchziehen. Es standen viele Grundlagenkilometer und erste intensivere Einheiten in den Bergen am Programm.
An den Trainingslageralltag hab ich mich wie immer schnell gewöhnt und mit unterhaltsamer Begleitung vergehen 5/6 Stunden wie im Flug.
Jetzt bin ich wieder daheim und hab auch schon die ersten Trainingseinheiten im Inntal absolvieren können ☺.Ich merke wie’s mit meiner Form immer mehr nach oben geht und freue mich jetzt schon sehr auf die ersten Rennen.
Mein erster Einsatz mit den Kuota Speed Kueens wird am 28. März in Italien beim Weltcuprennen Trofeo Alfredo Binda sein. Alle weiteren Termine werde ich demnächst im Kalender online stellen.
1. Teamtreffen der Kuota Speed Kueens
04. Februar 2010 / 12:26Vergangenes Wochenende war es soweit, das 1. Treffen der Kuota Speed Kueens stand am Programm. Wir verbrachten 3 Tage in einem urigen Bauernhof in Bad Mitterndorf in der Obersteiermark. Im Vordergrund stand dabei das Kennenlernen unserer neuen Teammitglieder. Neben den Langlauftrainingseinheiten hatten wir beim gemeinsamen Kochen für 16 Personen bereits die erste Möglichkeit ein gutes Teamwork unter Beweis zu stellen.
Für mich geht das Wintertraining jetzt aber langsam dem Ende zu, denn am Sonntag geht’s gemeinsam mit Berni Schober, Lisi Reiner und Barbara Tesar für 3 Wochen nach Mallorca. Ich freue mich schon sehr endlich meine Langlauf- und Tourenski gegen mein Radl eintauschen zu können!
1. Trainingslager - Mallorca
13. Dezember 2009 / 14:50Nachdem ich Mitte Oktober mein Sportwissenschaften Studium abgeschlossen habe und zwei super Wochen in Amerika verbracht habe, startete ich Anfang November mit dem Training für die nächste Saison. Der Wettergott hatte heuer ein bisschen Nachsicht mit uns in Tirol und so konnte ich den ganzen November über mehr oder weniger regelmäßig draußen auf der Straße fahren. Trotzdem nützte ich Anfang Dezember die super Gelegenheit gemeinsam mit Andi Traxl für 10 Tage nach Mallorca zu fliegen. Wir hatten riesen Glück mit dem Wetter, denn bis auf einen halben Regentag herrschten perfekte Bedingungen. Bei knapp 20 Grad und strahlendem Sonnenschein konnten wir so viele Grundlagenkilometer sammeln. Wieder zurück in Tirol freue ich mich jetzt auf das richtige Wintertraining mit Langlaufen und Skitouren, bevor es dann im Jänner wieder eine Woche nach Mallorca geht.
Saisonabschluss
05. Oktober 2009 / 16:20Besser hätte ich mir meinen Saisonabschluss nicht vorstellen können. Nachdem ich gesundheitlich ein bisschen angeschlagen war, hab ich lange überlegt, ob ich den weiten Weg nach Wien überhaupt auf mich nehmen soll, um beim letzten Rennen in diesem Jahr an den Start zu gehen. Aber erstens ist ein Saisonabschluss ohne den traditionellen Heurigen Grand Prix kein richtiger Saisonabschluss und zweitens ist dieses Rennen die letzte Möglichkeit nochmal alle Teamkolleginnen und Betreuer vor der langen Winterpause zu treffen und etwas gemeinsam zu unternehmen. Also war meine Entscheidung irgendwann getroffen und ich machte mich am Samstag in der Früh auf den Weg nach Kleinengersdorf. Um 15 Uhr fiel also der Startschuss und wir nahmen die letzten Rennkilometer für dieses Jahr in Angriff. Wir fuhren 25 Runden auf dem gutbekannten 1,6 km Kurs rund um Kleinengersdorf. Die Zuschauer am Streckenrand machten es sich bereits bei den dortigen Heurigen gemütlich und feuerten uns nach jedem getrunkenen Sturm und jeder gefahrenen Runde lautstarker an. Nachdem sich auch Nathalie, unsere luxemburgische Sprinterin, einen Start bei diesem Rennen nicht nehmen ließ, war unsere Teamtaktik relativ klar. Nach einigen erfolglosen Ausreißversuchen der anderen Fahrerinnen deutete alles auf einen Massensprint hin. Wenige Runden vor Schluss versuchte Manuela Grünzweil aber nochmals ihr Glück und attackierte auf der langen Zielgeraden. Silke Schrattenecker und ich waren bei dieser Attacke mit dabei und als dann auch wirklich ein kleines Loch zum Feld aufging, waren wir uns einig und setzten alles daran, dieses auch zu vergrößern. Es gelang uns, uns vom Feld abzusetzen und wir bauten unseren Vorsprung sogar soweit aus, dass wir am Beginn der letzten Runde das Feld überrundeten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir bereits in den Kopf gesetzt, dass ich dieses Rennen unbedingt gewinnen wollte, und so gab ich beim Zielsprint alles, um dieses auch in die Tat umzusetzen, was mir dann schlussendlich auch gelungen ist. Nach der Siegerehrung trafen wir uns alle noch bei einem Heurigen, bevor es dann in der Wiener Innenstadt mit der Saisonabschlussfeier weiterging.
Am nächsten Tag starteten dann einige von uns unser herbstliches Alternativprogramm mit der Besteigung des Schneebergs. Der Aufstieg war zwar steil aber noch recht harmlos. Der Weg hinunter war dann schon ein bisschen anspruchsvoller und ich war überrascht, dass ein Berg im östlichen Flachland doch ein bisschen was an Trittsicherheit erfordert. Ziemlich fertig von der ungewohnten Belastung und mit der Gewissheit, dass wir auch die nächsten paar Tage was davon spüren werden, sind wir dann aber alle heil wieder unten angekommen. Die Reise nach Wien hat sich also auf jeden Fall gelohnt und es war ein super Saisonabschluss.
WM Mendrisio
28. September 2009 / 10:43Bei einer WM dabei zu sein ist immer etwas Besonderes. Die Stimmung und Atmosphäre ist einfach ein Wahnsinn! Die vielen Zuschauer am Streckenrand, unter denen auch einige österreichische Fans waren, sorgen dafür, dass man als Fahrerin bis in die Haarspitzen motiviert ist bei diesem Rennen alles zu geben. Dementsprechend war auch das Tempo vom Start weg sehr hoch und die selektive Strecke mit den 2 Anstiegen, die kaum Möglichkeit bot sich wieder ein bisschen zu erholen, führte dazu, dass unser Feld mit knapp 130 Starterinnen schon in den ersten paar Runden ziemlich verkleinert wurde.
In der 6. von 9 Runden hatte dann auch ich Probleme mit dem hohen Tempo und den zahlreichen Attacken. Ich verlor den Anschluss an die erste Gruppe, die sich im Verlauf der Runde in zwei Gruppen teilte. Ich war in einer Gruppe mit 7 weiteren Fahrerinnen und wir arbeiteten gut zusammen um zu versuchen, den Abstand zur ersten Gruppe nicht zu groß werden zu lassen.
Wir konnten das Rennen beenden und wurden als letzte Gruppe in der Ergebnisliste gewertet. Ich wurde 56. Der Weltmeistertitel ging mit Tatjana Guderzo an Italien, Zweite wurde Marianne Vos aus den Niederlanden und 3. Naomie Cantele, ebenfalls eine Italienerin. Christiane Soeder beendete das Rennen als 39.
Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Leistung recht zufrieden. Ich konnte das Rennen zumindest ausfahren, was mehr als der Hälfte der Starterinnen nicht gelungen ist.
Am Sonntag schaute ich mir dann noch live das Rennen der Profis an, die unglaubliche 19 Runden auf dem schweren Kurs zu bewältigen hatten.
Am Samstag geht mit dem Heurigen Grand Prix in der Nähe von Wien meine Radsaison 2009 auch schon wieder zu Ende.
Teilnahme bei der Straßen-WM in Mendrisio
15. September 2009 / 21:23Es ist geschafft!!!
Neben Christiane Soeder wurde ich auch heuer wieder vom ÖRV für das WM-Straßenrennen in Mendrisio (Schweiz) nominiert.
Unser Rennen findet am Vormittag des 26. Septembers statt. Wir werden 9 Runden, 125 km und knapp über 2200 Höhenmeter auf dem sehr selektiven Kurs rund um Mendrisio zu bewältigen haben.
Ich bin top-motiviert und freue mich sehr auf das Rennen!!!
Tour de l´Ardèche
14. September 2009 / 19:195 Tage, 6 Etappen, über 130 Starterinnen, ein sehr abwechslungsreiches Profil und immer super Wetter mit um die 30 Grad, das war die Tour de l´Ardèche in Frankreich.
Wir starteten zu sechst mit dem österreichischen Nationalteam, wobei unsere Mannschaft im Laufe der Rundfahrt durch Stürze und Krankheit leider ein bisschen dezimiert wurde.
Nach einer fast flachen Etappe am Dienstag gings am Mittwoch mit einem 9 km Einzelzeitfahren und einer 100 km „Halb“-Etappe am Nachmittag weiter. Beim EZ lief es für meine Zeitfahrqualitäten noch ganz gut und ich war motiviert für die erste schwere Etappe mit 2 Bergwertungen der 2. und einer der 1. Kategorie. Leider machte mir die heuer eher ungewohnte Hitze ein bisschen zu schaffen und ich musste bei der 2. Bergwertung die erste Gruppe fahren lassen. Die abgerissenen Fahrerinnen sammelten sich in einer 2. größeren Gruppe, die aber nicht mehr wirklich rollte und so beendeten wir die Etappe mit einem deutlichen Rückstand auf die Siegerin.
Die 4. Etappe war dann die richtige Bergetappe. Schon vom Start weg ging es leicht bergauf, bis dann nach 30 km die erste Bergwertung der 1. Kategorie kam. Cervélo und das amerikanische Nationalteam hielten das Tempo hoch und das Feld bröckelte immer mehr auseinander, bis sich vorne einige Fahrerinnen absetzen konnten, die den Sieg dann unter sich ausmachten. Ähnlich wie schon bei der 3. Etappe rollten die hinteren Fahrerinnen zu einer größeren Gruppe zusammen und es war vorauszusehen, dass wir wieder einiges an Zeit einbüßen würden, also entschloss ich mich mit meiner Teamkollegin Berni Schober am nächsten Berg wegzufahren. Eine Ukrainerin und eine Holländerin folgten uns und wir beendeten die Etappe zu viert. Es lief bei mir zwar wieder nicht ganz nach Plan, aber ich merkte, dass es mir doch deutlich besser ging als am Vortag.
Auf der vorletzten Etappe machte der starke Wind das Rennen zusätzlich schwer. Ich hatte diesmal am Berg aber keine Probleme mehr mit den ersten Fahrerinnen mitzufahren und der leicht bergauf führende Zielsprint kam mir entgegen. Ich beendete das Rennen als 13. und konnte damit meine gute Form endlich unter Beweis stellen.
Die letzte Etappe schaute vom Profil her recht harmlos aus. Die 14 km-Runde führte aber über einen steilen 1,5 km langen Berg und sehr schmale Straßen. Wir fuhren die Runde 6 Mal. Ich beendete die Etappe als gute 23., gesamt wurde ich 30.
Jetzt werde ich die nächsten paar Tage ein bisschen lockerer angehen, bevor am Samstag im Burgenland die österreichischen Zeitfahrstaatsmeisterschaften auf dem Programm stehen.
Cup Rennen in St. Johann
31. August 2009 / 09:55Zum Abschluss der Masters Radsportwoche in St. Johann fand am Sonntag ein Cup-Rennen für uns statt. Wir fuhren 2 Runden auf dem traditionellen Kurs rund um St. Johann.
Während das Feld in der ersten Runde so gut wie geschlossen über die „Huberhöhe“ kam, bildete sich in der zweiten Runde eine 6-köpfige Spitzengruppe. Neben 2 Engländerinnen, einer Tschechin und einer Amerikanerin waren Jacqueline Hahn und ich die österreichischen Vertreterinnen in der Gruppe. Wir arbeiteten alle gut zusammen und konnten unseren Vorsprung auf die Verfolgerinnen locker ausbauen.
Der Zielsprint lief dann für mich nicht ganz optimal und ich musste mich mit dem 4. Platz zufriedengeben. Gewonnen hat Leslie Jennings aus Amerika, vor Martina Ruzickova (Tschechien) und Jacqueline Hahn.
Das kommende Wochenende ist zur Abwechslung mal wieder rennfrei. Am Montag geht’s dann aber gleich weiter nach Frankreich, in die Nähe von Grenoble, zur Tour d’Ardeche, einer 5-tägigen Rundfahrt.
Fotoshooting mit Mario Webhofer
26. August 2009 / 11:44Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit mit einem richtigen Profi ein paar Fotos auf dem Rad zu machen. Danke Mario!!!
Was dabei raus gekommen ist seht ihr hier:
Mehr Infos über den Fotografen gibt’s unter www.mariowebhofer.at
Albstadt
25. August 2009 / 13:54Von 21. bis 23. August startete ich mit dem österr. Nationalteam beim Frauenetappenrennen in Albstadt.
Los ging‘s am Freitagabend mit dem Prolog, einem Zeitfahren über 4 km. Dabei zählte jede Sekunde und dementsprechend knapp waren auch die Abstände im Ziel. Ich belegte den 23. Platz, 16 Sekunden hinter der Siegerin Sara Mustonen aus Schweden.
Am Samstag stand eine bergige Etappe am Programm. Wir fuhren achtmal eine 10-km-Runde mit einem 2 km langen Anstieg. Die Equipe Nürnberger Versicherung fuhr zu Beginn ein sehr offensives Rennen; bis sich bereits in der 2. Runde Charlotte Becker vom Feld absetzen konnte.
Ich selbst fühlte mich am Berg sehr gut und war bei der Bergwertung immer bei den ersten Fahrerinnen dabei. Auf dem darauffolgenden Flachstück und der Abfahrt rollte das Feld aber immer wieder zusammen. In der letzten Runde ging es im Anstieg richtig zur Sache und ich konnte mich mit 10 weiteren Fahrerinnen vom Feld absetzen. Es sah so aus, als könnten wir unseren Vorsprung bis ins Ziel halten, aber ich hatte mich zu früh gefreut… ca. 400 m vor dem Ziel kam die Verfolgergruppe von hinten angerast und es kam zu einem größeren Sprint. Ich schaffte es irgendwie, mich noch halbwegs vorne zu halten und belegte den 13. Platz.
Die letzte Etappe glich einem sehr langen Kriterium. 40 Runden auf einem 2 km langen kurvigen Kurs durch die Stadt. Das Tempo war von Beginn an sehr hoch. Wir fuhren immerhin einen Schnitt von knapp über 40 km/h. Das Feld blieb mehr oder weniger geschlossen und ich belegte im Zielsprint den 27. Platz. Gesamt wurde ich 15.
Mit meiner Form bin ich zurzeit sehr zufrieden und das viele Training in den Bergen scheint seine Wirkung zu zeigen.
Am kommenden Wochenende geht’s in St. Johann weiter mit dem nächsten Cuprennen.
Kurzes Resümee der bisherigen Saison
23. Juli 2009 / 16:12Die Zeit vergeht so schnell und mittlerweile ist ein Großteil der Saison 2009 auch schon wieder vorbei.
Nach meinem Trainingslager in Mallorca im Feber ging es Mitte März gleich mit den ersten Rennen in Italien los. Es folgten die zwei Weltcup-Klassiker Tour de Flandres und La Fleche Wallonne in Belgien. Mit meinem Formaufbau zu dieser Zeit war ich eigentlich sehr zufrieden und ich konnte bei diesen Rennen meine Ergebnisse zum Vorjahr deutlich verbessern.
Anfang Mai startete ich bei der tschechischen Rundfahrt, Gracia, die zwar nicht ganz so gut lief wie erhofft, bei der ich aber trotzdem wertvolle Rennkilometer sammeln konnte.
Ende Mai traten wir mit Elk-Uniqa, wie auch schon letztes Jahr, unsere Reise nach Kanada an. Fast drei Wochen lang hatten wir dort volles Programm mit einem Weltcuprennen und einer Rundfahrt, beides in Montreal, und einer weiteren Rundfahrt auf der Prince Eduard Island. Die Rennen dort kommen mir zwar nicht wirklich entgegen, da sie fast immer flach sind und meistens in einem Massensprint enden, aber trotzdem hatte ich, was meine Form betrifft, ein sehr gutes Gefühl.
Zwei Tage nach dem Kanadaaufenthalt ging es dann auch schon wieder weiter nach Italien zum Giro del Trentino, einem meiner Lieblingsrennen. Trotz meiner Motivation für die 2 Etappen merkte ich einfach die lange Rückreise von Montreal, den Jetlag und die kurze Zeit zur Regeneration. Ich konnte auf der zweiten, sehr bergigen Etappe mit der ersten Gruppe nicht mithalten und wurde 26., gesamt 27.
Am darauffolgenden Wochenende ging es dann ins Burgenland zur österr. Staatsmeisterschaft auf der Straße. Christiane Soeder war bei diesem Rennen eine Klasse für sich und so blieb nur mehr die Entscheidung um Platz 2 und 3. Ich gewann den Zielsprint und wurde so, wie auch schon letztes Jahr, Vizestaatsmeisterin☺.
Im Juli ging es mit zwei Rundfahrten weiter. Bei der 4-tägigen Krasna Lipa in Tschechien belegte ich nach einem 5. Etappenplatz bei der 2. Etappe den 16. Gesamtrang.
Sehr anspruchsvoll war die Thrüringen Rundfahrt in Deutschland, war doch alles, was im Frauenradsport Rang und Namen hatte, am Start. Um mit den Besten mithalten zu können reichte meine Form nicht ganz aus, so kam ich meistens mit der 2. Gruppe ins Ziel und wurde gesamt 39. Nach der Thüringen Rundfahrt genoss ich ein paar lockere Tage mit wenig Training und viel Sonne und Schwimmen, bevor ich durch die Absage eines Cuprennens die Möglichkeit hatte, bei meinem „Heimrennen“ zu starten, dem 2. Tirol West Radmarathon mit Start und Ziel in Landeck. Ich meldete mich für die kurze Strecke, die von Landeck auf die Bielerhöhe, hinunter nach Bludenz und über den Arlberg wieder zurück nach Landeck führte. Es war eine super Veranstaltung, und in der eigenen Heimatstadt ein Rennen gewinnen zu können macht natürlich umso mehr Spaß ☺!
Das kommende Wochenende ist wiedermal rennfrei und ich werde es nützen, um einige Trainingskilometer für die nächsten Rennen zu sammeln.